Aktuelles aus dem Verein

Aktuelles aus dem Verein

Schnupperangeln am Träufelbachsee 13.8.2025

Wie auch in den vergangenen Jahren beteiligte sich der Gernsbacher Angelsportverein „Petri-Heil e.V.“ am Kinderferienprogramm der Stadt Gernsbach. So kamen am Nachmittag des 13.08.2025 insgesamt 13 erwartungsvolle Jugendliche, nicht nur Jungs, sondern auch Mädchen an den idyllischen Träufelbachsee, um einmal in das Angeln hineinzuschnuppern.

Vor der Fischerhütte wurden die Jugendlichen zuerst einmal mit der Theorie bekannt gemacht. Welche Fische gibt es im Träufelbachsee, mit welchem Köder kann man sie fangen, wie benutzt man die Angel usw.

Da es an diesem Nachmittag mit 33° besonders heiß war, hatte man die schattige Bergseite des Ufers am Träufelbachsee für das Angeln gewählt.

Ein kleiner Luftzug sorgte auch dafür, dass es in der Nachmittagshitze gut auszuhalten war.

Danach wurde fleißig die Angel ausgeworfen und auch jede Menge Fische gefangen, keine großen Kaventsmänner, sondern hauptsächlich Rotaugen und Barsche. Manche der Jugendlichen waren ja schon das zweite oder sogar das dritte Mal dabei und man konnte sehen, dass sie schon fast wie Profis zur Sache gingen.

Jörg Ludwig, Martin Sprenger und ihre Helfer sorgten dafür, dass alle Vorschriften, vor allem hinsichtlich des Tierschutzes eingehalten wurden und lösten auch selbst die von den Jugendlichen gefangenen Fische schonend vom Haken. Jedenfalls – so hörte man aus den Gesprächsfetzen der Jugendlichen heraus - hat ihnen der Nachmittag nicht nur Spaß gemacht, sondern auch viele interessante Erkenntnisse über das vielfältige Leben unter der Wasseroberfläche vermittelt. Vielleicht wurde ja bei dem einen oder anderen der Grundstein für eine spätere Anglerkarriere gelegt.


Besuch unserer Angelfreunde aus Baccarat in Gernsbach, anlässlich des

60-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Gernsbach-Baccarat

Kurz vor Beginn der Veranstaltung in der Stadthalle, hatte sich das Empfangskomitee vor dem Eingang der Stadthalle eingefunden, um die Anglerfreunde aus Baccarat zu begrüßen.
Für die Baccarater und die Gernsbacher Angler, war ein ganzer, langer Tisch in der Mitte des festlich mit den französischen und deutschen Farben geschmückten Stadthallensaales reserviert worden.

Man unterhielt sich – zumeist mit Hilfe unserer beiden Dolmetscher Gabi und Myriam – und ließ sich von der Musikkapelle Hilpertsau und zwei mit bunten Fahnen herumwirbelnden orientalischen Tänzerinnen unterhalten.


Es folgten die Reden der beiden Bürgermeister, Julian Christ von Gernsbach und Christian Gex von Baccarat sowie der Austausch der Gastgeschenke. Bürgermeister Christ erhielt eine große Vase aus der Cristallerie von Baccarat, Bürgermeister Gex eine 60er-Collage von historischen Bildern aus den vergangenen Jahren…

… sowie ein später verteilter, die vergangenen 60 Jahre symbolisierender Hefezopf.

Geehrt wurden auch die stellvertretende Bürgermeisterin von Baccarat, Yvette Coudray und Katja Weisshaar, die im Gernsbacher Rathaus für die Partnerschaften zuständig ist, 

die Vorsitzenden der beiden Partnerschaftsausschüsse, sowie weitere Personen, die sich in den beiden Rathäusern um die Städtepartnerschaft kümmern.


Nach dem Imbiss folgte ein kleiner Rundgang durch die Altstadt von Gernsbach. An der an der Stadtmauer in der Waldbachstraße angebrachten Gedenktafel für den früheren Bürgermeister von Baccarat und Ehrenbürger von Gernsbach, George Bené, wurde ein kleiner Halt gemacht.

Es ging weiter die Faltergasse hinauf zum oberen Ende des evangelischen Friedhofs, von wo aus man einen herrlichen Ausblick auf die evangelische Kirche und die malerische Murgpartie hatte.

Leider war die zur Besichtigung vorgesehene evangelische Kirche wegen der am Sonntag folgenden
Konfirmationsfeier geschlossen.
Der weitere Spaziergang führte über die Stadtbrücke, wo die die Damen aus Baccarat von den Gernsbacher Bleichhexen Kräutersträußchen angeheftet bekamen und auch Kräutertee zu trinken bekamen.

Viel los war natürlich im Katzschen Garten…                                                     …. wo man sich mit Kaffee und Kuchen stärken konnte                   

Auch an der Eisdiele wurde ein kurzer Halt
eingelegt…

… ehe man sich auf den Weg hoch hinauf zur katholischen Kirche machte, um dort einem gemeinsamen Konzert des Baccarater Chors „La Guériotte“, sowie der Jugendmusikschule und der Gruppe Musica Antiqua aus Gernsbach zu lauschen.

Ganz besonders gefiel Leonard Cohen’s Lied Hallelujah, bei dem auch die Anwesenden mitsingen
konnten.

Zum Abschluss besuchte man im Rathaus die Kunstausstellung von Skulpturen und Gemälden von Künstlern aus beiden Städten und konnte sich noch einmal bei einem kleinen Imbiss stärken ehe man auf dem Rathausvorplatz noch die Gastgeschenke austauschte: Wein aus Baccarat für die Gernsbacher Angler, Schwarzwälder Schinken und Kirschwasser für die Angelfreunde aus Baccarat, sowie ein besonderer Geschenkkorb für Hervé.
Etwas traurig war natürlich das große Abschiednehmen, aber es folgte das Versprechen, sich nächstes Jahr – Hervé meinte: un peu après Noel – wieder in Baccarat zu treffen.

Bilder vom "Fischessen" am Karfreitag am Träufelbachsee am 18.04.2025

reicht der Kartoffelsalat?

jede Menge Zitronen

die Friteuse wird angeworfen"

Die Forellen sind fertig zum Räuchern

Unsere Pommes-Frites-Spezialisten im Einsatz

Forellen einlegen

panieren

frittieren

fertig sind die leckeren Forellen

Unser tolles Kuchensortiment

In der Küche wird kräftig gewerkelt

Angeln der befreundeten Fischervereine am 1.10.2023

Einmal im Jahr laden die Angelvereine der Gegend die Vorstände der benachbarten Fischervereine zum einem Hegefischen an ihr Fischwasser ein. Einfach um sich besser kennenzulernen und um zu sehen, was sich in den Fischwassern der anderen Vereine unter der Wasseroberfläche so alles tut.
In diesem Jahr war der Gernsbacher Sportfischerverein „Petri Heil“ der Ausrichter dieser Veranstaltung.

Mit jeweils 3 Mann kamen die Vorstände der nachstehenden Angelvereine nach Gernsbach an den idyllischen Träufelbachsee: ASV Bietigheim, ASV Gaggenau, ASV Rastatt, ASV Iffezheim sowie ASV Illingen. Letzterer sogar mit 2 Mannschaften.

Jörg Ludwig, Sportvorstand des hiesigen Vereins hatte vorab die Angelplätze markiert und gab zunächst einige Regeln bekannt, u.a., dass nur Friedfische, als da sind Rotaugen und Brassen - aber keine Karpfen - sowie Barsche gefangen werden durften. Dementsprechend mussten die Angeltechnik und die Köder ausgewählt werden.

Drei Stunden konnte geangelt werden. Erstaunlicherweise hing einmal sogar ein Aal am Haken. Vor 5 Jahren war eine kleine Menge etwa 9-10 cm großer Glasaale in den Träufelbachsee eingesetzt worden. Es war aber seither von den Mitgliedern noch nie ein Aal gefangen worden.

Nach dem Angeln wurden in der Fischerhütte bei Wurstsalat und Getränken Erfolgreiches und weniger Erfolgreiches beim Ausüben des Angelhobbys diskutiert. Auch mit welchen – vor allem personellen – Problemen die Vereine derzeit zu kämpfen haben.

Im nächsten Jahr wird der ASV Bietigheim, dieses Hegefischen ausrichten.

Am Ende der knapp 3-stündigen Aktion wurden insgesamt 5 große Karpfen, 1 großer Koi, 2 große Goldfische, eine größere Bachforelle und ca. 20 kleinere bzw. mittlere Bachforellen aufgespürt, gekeschert und zum Transportbehälter gebracht. Frank Pätzold war der Ansicht, dass nun nach der zweiten Elektroabfischung alle größeren Fische aus dem See sein müssten. Die Mitglieder des Gernsbacher Sportfischervereins Petri Heil vermuteten dagegen aufgrund vorhergehender Beobachtungen bzw. Zählungen, dass eventuell noch ein „Karpfen-Methusalem“ in einem der „Winterlöcher“ entkommen sein könnte. Diese Löcher verschaffen sich die Karpfen mit Schwanzbewegungen im tiefen Schlamm, um dort überwintern zu können.

Jedenfalls war es ein erfolgreicher Tag und vielleicht können sich die Kurparkspaziergänger im nächsten Jahr an einem wieder schlamm- und schwemmsandfreien Kurparksee erfreuen. Auch der Gernsbacher Sportfischerverein wäre glücklich, wenn dieses von ihm gepachtete Fischgewässer dann auch wieder von seinen Mitgliedern genutzt werden könnte.

Beim ersten Elektroabfischen Anfang Juli dieses Jahres konnten leider nicht alle „Bewohner“ des Sees gefangen werden. Die vor dem Stromstoß flüchtenden großen Fische hatten damals so viel Schlamm aufgewirbelt, dass das Elektroabfischen nach 3 Stunden aufgegeben werden musste.

Um den See für das geplante Ausbaggern des Schlamms und der Sandeintragungen „fischfrei“ zu machen, hatte die Stadt Gernsbach den Gewässerökologen Frank Pätzold erneut beauftragt, die restlichen Fische mit einem zweiten Elektrofischen zu entnehmen. Dieses Elektroabfischen fand am 16.9.2023 statt und dieses Mal stand ihm sein Sohn als wichtigster Helfer zur Seite. Den Abtransport der Fische im großen, mit Sauerstoff belüfteten Behälter und die Verbringung der Fische in den Träufelbachsee übernahm wieder Harald Rieber mit seinem Sohn und weiteren Helfern vom Gernsbacher Sportfischerverein Petri-Heil.

Wieder wurden zunächst alle Sicherheitsmaßnahmen getroffen und von Frank Pätzold auch nochmal im Detail erläutert. Wie gefährlich diese Tätigkeit sei, sehe man daran, dass es im Schnitt            einen tödlichen Unfall pro Jahr gäbe. Frank Pätzold konnte jedoch von sich berichten, dass es bei ihm in seiner langjährigen Tätigkeit noch nie einen nennenswerten Unfall beim Elektroabfischen gegeben habe.

Nachdem das Boot zu Wasser gelassen und der Stromgenerator angeworfen waren, begann die erneute Jagd auf die großen Karpfen. Da sich diese bei der Annäherung des Bootes sofort entfernten, musste Frank Pätzold den stromführenden Kescher so weit wie möglich werfen.

Der stattlichste der gefangenen Karpfen wurde vor dem Umsetzen in den Träufelbachsee nochmals für das Vereinsarchiv festgehalten.

Einer der ca. 8-10 kg schweren Karpfen

Elektroabfischen im hinteren Kurparksee am 05.07.2023

Der Hintere Kurparksee bietet derzeit keinen besonders schönen Anblick. Der vordere Bereich ist stark verschlammt, ab und zu sieht man als Schatten den dunklen Rücken eines großen Karpfens manchmal auch die Silhouette eines roten, ebenfalls recht großer Kois, die dem Einlauf zustreben, um dort in den Genuss frischen sauerstoffreicheren Wassers des Igelbachs zu kommen. Aber dort ist durch die Einschwemmungen der vergangenen 20 Jahre – damals wurde der Hintere Kurparksee zuletzt ausgebaggert – eine große, inzwischen mit Sträuchern bewachsene Landzunge entstanden, die zum größten Teil aus Sand besteht. Die Wasserhöhe ist im dortigen Bereich aber nur minimal, so dass nur die ebenfalls im See befindlichen kleineren Bachforellen dorthin gelangen können.

Es ist daher ein erneutes Ausbaggern erforderlich. Als Vorbereitungsmaßnahme dafür, wurde dieser Tage im Auftrag der Stadt Gernsbach vom Gewässerökologe Frank Pätzold zusammen mit dem Gernsbacher Sporfischerverein „Petri-Heil“ ein Elektroabfischen durchgeführt.

Etwas mühsam gestaltete es sich, das Boot zu Wasser zu lassen.

Dies war einer der besonders bunten Kois, wovon sich 3 etwa ähnlich große Fische im See befanden. Alle 3 konnten gefangen werden. Sie stammen allerdings nicht von der damaligen Besatzmaßnahme des Gernsbacher Sport- fischervereins, sondern wurden von Privatpersonen dorthin verbracht, nachdem sie vermutlich zu groß für den heimischen Gartenteich geworden waren.

Frank Pätzold hatte vorab die Aussichten für den Erfolg des Abfischens als vermutlich nicht sehr aussichtsreich angesehen, weil durch den nächtlichen Starkregen aus dem Igelbach Sedimente eingeschwemmt worden waren, die den verschlammten See zusätzlich sehr stark eingetrübt hatten. Man konnte keinen Fisch sehen, nur gelegentlich zeigte Spuren von Blasenbildungen, dass einer der ganz großen Karpfen durch den Stromstoß aufgeschreckt wurde und davon geflüchtet war. Frank Pätzold hatte bei der vorgefundenen Situation seine Vorgehensweise vorab so beschrieben, dass er die großen Karpfen mit seinem Elektrokescher fast punktgenau treffen muss, um sie kurzzeitig zu lähmen, andernfalls werden sie durch die Stromschläge nur aufgeschreckt und können entfliehen.

So konnten zunächst nur kleinere Bachforellen gefangen werden, alle in einer Größe zwischen 10 und 15 Zentimetern. Insgesamt waren es etwa 40 Bachforellen. Sie wurden in den von Harald Rieber zur Verfügung gestellten, mit Sauerstoff belüfteten kleineren Transportbehälter umgesetzt und werden künftig ihre weitere Zukunft im Träufelbachsee des Gernsbacher Sportfischervereins „Petri-Heil“ finden.

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Das war der erste der großen Karpfen, der dem See entnommen werden konnte, etwa 55 cm lang und etwa 5-6 Kg schwer.

Die Karpfen waren vor ca. 10 Jahren als kleine „Halbpfünder“ vom Gernsbacher Sportfischerverein in den See eingesetzt worden.

Insgesamt wurden dem See neben den erwähnten Bachforellen 6 große Karpfen, die 3 große Kois sowie ein kleinerer Goldfisch entnommen. Sie kamen in einen separaten, größeren, ebenfalls mit Sauerstoff belüfteten Transportbehälter. Auch sie werden in den Träufelbachsee umgesetzt.

Bei diesem Elektroabfischen konnten leider nicht alle „Bewohner“ des Sees gefangen werden. Die vor dem Stromstoß flüchtenden großen Fische hatten so viel Schlamm aufgewirbelt, dass das Elektroabfischen nach 3 Stunden mangels weiteren Erfolgs aufgegeben werden musste. Es wird daher ein nochmaliges Elektroabfischen notwendig werden. Auch dann werden Mitglieder des Gernsbacher Sportfischervereins „Petri Heil“ bereitstehen, um die dann noch entnommenen Fische in den Träufelbachsee umzusetzen.

Mitgliederversammlung am 25.03.2023

Wie im vergangenen Jahr hat der Gernsbacher Angelsportverein „Petri-Heil“ seine Mitgliederversammlung auf dem überdachten Vorplatz seiner Fischerhütte am Träufelbachsee abgehalten.  

Nach der Begrüßung durch Hans Maier erhoben sich die Mitglieder zum Andenken an die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder Günter Wehner und Siegried Dorsch, wobei sich insbesondere letzterer während seiner aktiven Zeit um den Verein sehr verdient gemacht hatte.

In den einzelnen Geschäftsbereichen konnte überwiegend Positives vermeldet werden. In seinem Rückblick verwies der für das Vereinsmanagement zuständige Hans Maier auf 7 Besuche bei den Mitgliedern, die einen runden Geburtstag gefeiert hatten. In 7 Präsidiumssitzungen waren die anstehenden Arbeiten und Termine besprochen worden. Leider konnten das beliebte Karfreitagfischessen am Träufelbachsee nach 2021 auch in 2022 nicht stattfinden. Waren es im Jahr 2021 noch die Coronabeschränkungen gewesen, so war es im Jahr 2022 nicht möglich, die für die Fritteusen benötigten Ölmengen zu beschaffen. Im September 2022 waren die Angelfreunde aus unserer Partnerstadt Baccarat zu Besuch am Träufelbachsee. Bei Spanferkel und einem Kameradschaftsangeln wurden an diesem Nachmittag die Freundschaftsbande bei herrlichem Wetter und ausgezeichneter Stimmung weiter vertieft.

Michael Schiel berichtete über tiefe Einschnitte in der Kassenbilanz, in der sich der zweimalige Ausfall das Karfreitagfischessens doch recht deutlich bemerkbar gemacht hat. Er hofft, nachdem in diesem Jahr dieser wichtige Termin wieder stattfinden kann, auf einen guten Besuch und ein entsprechendes positives Ergebnis für den Verein.  

Sportwart Jörg Ludwig konnte im Bereich der Jugendarbeit von der Durchführung von 6 Jugendangeln, darunter ein Angeln im Vorderen Kurparksee sowie einem Angeln bei der Fischergilde Plittersdorf berichten. Außerdem beteiligte er sich mit seinen Helfern wie jedes Jahr am Ferienprogramm der Stadt Gernsbach. Etwas schade war, dass bei der Jugendübernachtung am See wetterbedingt kein großes Lagerfeuer angezündet werden konnte. Fischerkönig bei den Jugendlichen wurde Paul Schiel vor Ben Laub und Vitus Balensiefen.

Bei den Erwachsenen ging die Königswürde an Hans Maier vor Martin Sprenger und Manuel Klumpp. Beim Stippangeln um den großen Wanderpokal hatte im vergangenen Jahr Reinhold Kyre die Nase vorne.

Die Vorstandschaft nahm am Angeln der Vorstände der befreundeten bzw. benachbarten Fischervereine teil. Im vergangenen Jahr war die Anglerkameradschaft Iffezheim der Gastgeben und obwohl dabei die Gernsbacher Angler nicht allzu erfolgreich waren, wurden sie mit der Ausrichtung im Jahr 2023 beauftragt.

Jörg Ludwig informierte die Teilnehmer außerdem noch einmal detailliert über das Elektroabfischen des Pfleiderer-Kanals, bei dem in diesem speziellen Teil unseres Murgloses ein ausgezeichneter Fischbestand festgestellt worden war.   

Rüdiger Hylla hatte mit seinen Helfern bei 16 Arbeitseinsätzen in insgesamt 214 Arbeitsstunden dafür gesorgt, dass sowohl Schäden an der Fischerhütte beseitigt und die Anlage um den Träufelbachsee ordentlich gepflegt wurde, so dass sie sich in ausgezeichnetem Zustand darstellt, wovon sich die Teilnehmer vor der Mitgliederversammlung überzeugen konnten.

Die Kassenprüfer Uwe Kuhn und Jens Regending bescheinigten Michael Schiel eine sehr übersichtliche und korrekte Kassenführung. Kassierer, Vorstand und Präsidium wurden sodann einstimmig entlastet.   

Sehr groß war die Zahl der Vereinsmitglieder, die geehrt werden konnten. 10 Jahre im Verein sind: Steffen Fetzner, Julius Knaisch, Nico Kugel, Thiemo Merkel und John Scheller; 25 Jahre im Verein sind: Eduard Kessler, Helmut Möhrmann und Falko Weber, die nicht anwesend sein konnten. Mit Urkunde und Präsent geehrt wurde Christian Zapf, der bereits 40 Jahre dem Verein angehört.

Fast seit dem Gründungsjahr, also seit mehr als 50 Jahren dabei ist Gerhard Gaus. Neben Urkunde und Präsent wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Ebenfalls mit Urkunde und Präsent wurden die Mitglieder geehrt, die sich über viele Jahre in einer Funktion in der Vereinsführung verdient gemacht haben. Und zwar Mathias Nees und Hans Maier für mehr als 10 Jahre. Marian Krol, der nach mehr als 30 Jahren aus dem Präsidium ausscheidet, erhielt zum Dank für seine Dienste ebenfalls ein Präsent.  

In den sich anschließenden Ergänzungswahlen wurde Roberto Vaccaro als Mitglied des Präsidiums für weitere 2 Jahre bestätigt; neu ins Präsidium aufgenommen wurde Jürgen Luft. Rechnungsprüfer Uwe Kuhn wurde ebenfalls für weitere 2 Jahre in seinem Amt bestätigt.

Zusammen mit dem Ausblick auf den im Mai stattfinden Besuch bei den Angelfreunden in Baccarat, bei dem es sich um das 50. Jubiläum der Anglerpartnerschaft handelt, bedankte sich Hans Maier bei den Funktionsträgern für die im Jahre 2022 geleistete Arbeit sowie bei den anwesenden Vereinsmitgliedern für das Vertrauen in die Vereinsführung und wünschte allen ein schönes und erfolgreiches Angeljahr 2023.  

Von links nach rechts: Hans Maier, Gerhard Gaus, Mathias Nees und Paul Schiel

Elektroabfischen am Pfleiderer-Kanal am 03.03.2023

Wie Harald Rieber vom Gernsbacher Sportfischerverein „Petri-Heil“ hier zeigt,
waren es am Anfang nur kleine Fische,
die vom Elektrofanggerät vor allem in der Nähe von Pflanzbüscheln und größeren Steinen aufgestöbert wurden.

Das sollte sich ändern, als die Elektrobefischung im Kanaltunnel mit deutlich tieferem Wasser fortgesetzt wurde.

Die rechtsseitige Mauer des Pfleiderer-Kanals wird im Rahmen der gemeinsam von der Stadt Gernsbach und dem Regierungspräsidium Karlsruhe durchgeführten Hochwasserschutzmaßnahme   deutlich erhöht. Um die Baumaßnahme zu ermöglichen, musste der Pfleiderer-Kanal abgelassen und die im Kanal befindlichen Fische mittels eines Elektrofanggerätes herausgefischt werden. Diese Aufgabe wurde vom Gewässerökologe Frank Pätzold zusammen mit dem Gernsbacher Sportfischerverein „Petri-Heil“ durchgeführt.

 

Mit großen, in den Kanal eingebrachten Sandbehältern wurde der Kanal nach unten zur Hoeschbrücke zu abgedichtet und das Kanalstück bis zum Kraftwerk mittels Pumpen leergepumpt.

Mit einem Bagger wurde das Boot in das restliche Wasser des Kanals herabgelassen und mit den benötigten Utensilien, vor allem dem Stromerzeuger, dem Fangkescher, den Kabeln sowie den Behältern zur Aufnahme der zu fangenden Fische bestückt.

Und schon konnte Gewässerökologe Frank Pätzold mit seiner Arbeit beginnen.

Jetzt mussten die Fische, die durch das Elektrofanggeräte kurzzeitig betäubt waren, von den mithelfenden Vereinsmitgliedern des Gernsbacher Sportfischervereins „Petri-Heil“ eimerweise hochgezogen werden, um sie dann so schnell wie möglich unterhalb der Sperre wieder in die Murg zu entlassen.

Dort konnte man genau beobachten, wie bei den Fischen schon nach kurzer Zeit die Muskellähmung nachließ und die Fische dann wieder ganz normal im nun tieferen Wasser davonschwammen.

Insgesamt wurden bei der Aktion ca. 100 große Döbel, ca. die doppelte Menge an mittleren und kleineren Döbeln, sowie Mühlkoppen, Schmerlen und Elritzen umgesetzt. Zu den interessanteren Fischarten, die gefangen und umgesetzt wurden zählten:

Zwei sehr schöne große Bachforellen,

Eine Quappe mit einer Länge von ca. 33 cm. Im Jahre 2020 waren vom Regierungspräsidium gut 500 Stück ca. 3-4 cm große Quappen am Hahnbacheinfluss in die Murg eingesetzt worden. Und wie man sieht sind sie ganz schön abgewachsen.

Sechs Lachse mit einer Länge von ca. 13 cm. Auch diese Lachse stammen vermutlich von den Besatzmaßnahmen der vergangenen Jahre in den verschiedenen Abschnitten der Murg.

Sowie eine ebenfalls ca. 13 cm große Barbe. Ein Aal konnte zwar auch vom Elektrofanggerät aufgespürt werden, es gelang ihm aber zu entwischen.


Als Resümee aus dieser Aktion konnte festgehalten werden, dass die Murg in den Teilbereichen, in denen der Kormoran aufgrund der besonderen Flussmorphologie nicht auf die Jagd gehen kann, eine ausgezeichnete und vielfältige Fischpopulation aufweist.

Quappen sollen in der Murg wieder heimisch werden

Unter der Federführung des Regierungspräsidiums Karlsruhe läuft seit vergangenem Jahr ein „Wiederansiedlungsprojekt Quappe“ mit dem dieser Süßwasser Dorsch – so heißt die Quappe auch –
in den Flüssen Rhein, Alb und Murg wieder heimisch werden soll. Die Quappe, ein eher nachtaktiver Fisch - kann 60 Zentimeter lang, fünf bis sechs Kilogramm schwer und etwa 20 Jahre alt werden und ist nach der Roten Liste Baden-Württemberg im Rheineinzugsgebiet stark gefährdet. Er ist daher geschützt und darf nicht geangelt werden.


Im Beisein der Regierungspräsidentin Sylvia Felder waren im Oktober 2019 in Linkenheim im „Östliche Herrenwasser“, einem kleinen Bach in der Nähe des Linkenheimer Anglerheims, einige
hundert, im nordrhein-westfälischen Möhnesee gezogene, sechs Monate alte Quappen in ihre neue Heimat entlassen worden.

Drei weitere „passende“ Gebiete und zwar an der Alb bei Karlsruhe, am Rhein bei Iffezheim und an der Murg sollten folgen. In der SWR-Abendschau war seinerzeit mit einem Dokumentationsfilm ausführlich darüber berichtet worden.


Nun gegen Ende Mai, wenn die Wassertemperaturen noch etwas kühl sind, kam die Murg an die Reihe. Der Gernsbacher Sportfischerverein „Petri-Heil“ hatte vom Regierungspräsidium 500 junge
Quappen bekommen, um sie in Höhe des Hahnbacheinlaufs in die Murg zu besetzen. Von dort aus sollen sie sich weiter verteilen.
Das Projekt ist auf mindestens 3 Jahre veranschlagt, so dass voraussichtlich weitere Besatzmahnahmen erfolgen werden und auch erfolgen müssen, um das Projekt zu einem Erfolg zu
führen. Denn Fressfeinde für die kleinen Quappen gibt es in und an der Murg genug: Kormoran, Fischreiher sowie die – größeren – Raubfische, für die die kleinen Quappen ein besonderer
Leckerbissen sind. Der Gernsbacher Sportfischerverein „Petri-Heil“ hat zum gleichen Zeitpunkt auch einige Hundert Bachforellensetzlinge am Reichenbacheinlauf und an verschiedenen Stellen weiter flussabwärts in die Murg eingesetzt.

Die Forellensetzlinge

Der Forellenbesatz am und
unterhalb des Reichenbacheinlaufs

Die jungen Quappen

Der Quappenbesatz am Hahnbacheinlauf