Schon in den 1960er Jahren hatte sich in Gernsbach eine Gruppe Angler zusammengefunden, die dem Angelsport nachgingen.
Nicht dass das „Fische fangen“ in Gernsbach etwas Neues gewesen
wäre. Schon im 14. Jahrhundert ging man in der Murg zwischen Mündung und bis hinauf nach Forbach dem Lachsfang nach.
Dämme, so genannte „Dyche“, wurden an mehreren Abschnitten der Murg, so auch in Gernsbach angelegt, um den die Murg hinaufwandernden Lachs zu fangen.
Es müssen viele gewesen sein, denn in Gernsbach wurde extra noch ein Salmen Behälter angelegt, um die Menge der gefangenen Lachse über einen längeren Zeitraum frisch zu halten.
Die Salmen-Gasse und der Salmenplatz in der Mitte von Gernsbach erinnern noch an diese Zeit.
Von großen Lachsfängen konnten die Gernsbacher Angler in den 1960er Jahren allerdings nur noch träumen. Ein eigenes Fischwasser hatte man nicht, vielmehr besorgte man sich Tageskarten für die in der Umgebung liegenden Fischgewässer oder man fuhr in kleineren oder größeren Gruppen gemeinsam zu Fischerfesten.
Es hatte sich auch herumgesprochen, dass bei den Fischerfesten im nahe gelegenen Elsass – Angeln ist ja in Frankreich Nationalsport – die Fischwasser immer sehr gut besetzt wurden und man daher dort in der Regel auch ganz schön was fangen kann.
Also machten sich an Christi Himmelfahrt am 19. Mai 1966 die Gernsbacher Angler unter der Leitung von Walter Rheinschmidt auf zum Fischerfest nach Hatten-Oberroedern, um dort im
Etzelweiher ihr Können unter Beweis zu stellen. Und es hatte, vielleicht auch mit ein wenig Glück, recht gut geklappt, denn mit einem Fangergebnis von 3,15 Kg belegte man den ersten Platz und fuhr glücklich und zufrieden mit einem schönen Pokal nach Hause.
Im Gasthaus „Stern-Hirsch“ in der Hofstätte hatten die Petrijünger ihren Stammtisch und es reifte mit den Jahren der Wunsch nach einem eigenen Fischwasser in Gernsbach. Es wurden verschiedeneGespräche geführt, wie und vor allem wo man einen Angelteich anlegen könnte. Zunächst musste man dafür aber einen eingetragenen Verein gründen, der als juristische Rechtsperson die Initiative ergreifen konnte. So fanden sich am 24.9.1971 die hiesigen Petrijünger im Gasthaus Stern-Hirsch
ein, um den Gernsbacher Sportfischerverein „Petri-Heil“ e.V. formell zu gründen.
Als Vorstand des Vereins wurden anschließend gewählt: Eduard Schiener (1. Vorsitzender), Peter Wicke (stellvertretender Vorsitzender), Alfred Fettweiß (Kassierer) und Jochen Dehning
(Schriftführer). Die Wahl eines Wasserwarts sowie eines Sport- und Jugendwartes wurde auf eine der nächsten Sitzungen verschoben.
Bei der Vereinssatzung, die bei der Gründungsversammlung vorgelesen wurde, orientierte man sich an der des Angelsportvereins Freiburg.
Nach der erfolgten Wahl des Vorstands haben sich dann noch weitere Mitglieder eingetragen:
Harald Galle, Peter Ludwig, Walter Weigl, Winfried Hecker, Hans Walter, Heinz Wiggert, Franz-Josef Karcher, Friedrich Karcher, Bürgermeister Rolf Wehrle, Dr. Jürgen Weidenmüller
Einige der Initiatoren für die Vereinsgründung waren am Gründungstag verhindert, sie sind wenige Tage später am 29.10.1971 ebenfalls dem Verein beigetreten und das waren
Karl-Friedrich Gaus und Benno Hurrle. Beide haben sich im weiteren Verlauf sehr verdient um den Verein gemacht.
Karl Friedrich Gaus als vielfacher Spender von Besatzfischen und Benno Hurrle durch Übernahme vieler Ämter im Verein.
Bei der Gründungsveranstaltung selbst wurden dann auch gleich noch wichtige Ausschüsse gebildet:
Ein Bauausschuss zur Planung und Ausführung des künftigen Angelsees im Treufelbachtal
Ein Ausschuss zur Ausarbeitung einer Wasserordnung.
Und man brauchte für den Verein ein schönes und markantes Vereinswappen.
Wer die Vorschläge damals ausgearbeitet hat, lässt sich heute nicht mehr feststellen, aber hübsch waren sie:
Gründungsmitglieder waren – in alphabetischer Reihenfolge:
Gerold Bender, Kurt Denny, Rolf Fuchs, Heinz Lünse, Norbert Schenkel, Otto Zürn, Günther Bork, Rolf Faulhaber, Gustav Kugel, Horst Luft, Eduard Schiener, Günther Daub, Alfred Fettweiß,
Adolf Gollau, Werner Rothfuß, ,Oswald Schmelzle, Jochen Dehning, Ernst Fischer, Egon Knauft, Hans-Peter Sambel, Peter Wicke




Man entschied sich dann für dieses Zeichen, wobei die beiden Bachforellen das „G“ von Gernsbach symbolisieren sollten.

Dazu kamen der Aufnäher für die Anglerkleidung, die Anstecknadel, sowie die „Ehrennadel“ für 25-jährige Mitgliedschaft im Verein


Heute gibt es eine einheitliche Anglerkleidung für alle Vereinsmitglieder, bestehend aus Cap, T-Shirt und Fleecejacke, alle in einheitlichem Grün und mit aufgesticktem Emblem.
Dazu gehört auch ein für unsere Mitglieder hergestellter Kugelschreiber, den Mitglieder bei runden Geburtstagen oder Vereinsjubiläen bekommen.
Und das waren die Vorsitzenden unseres Vereins in den vergangenen 50 Jahre. Wenn man bedenkt, was für eine lange Zeit das ist,
dann waren es gar nicht so viele, was für Kontinuität des Vereins spricht:

1971 – 1987 Eduard, genannt „Eddi“ Schiener

1987 - 1992 Benno Hurrle


1992 - 1996 Wolfgang Scheller

1996 – 2012 Siegbert Sprenger
2012 – 2014 Martin Sprenger
(als 2. Vorsitzender)
Den ersten Vorsitzenden standen mit Rat und Tat die folgenden Mitglieder als zweite bzw. stellvertretende Vorsitzende zur Seite:
Peter Wicke 1971 – 1974



Karl-Friedrich Gaus 1974 – 1984
Elfriede Zürn 1990 – 1996


Benno Hurrle 1984 – 1988
Dr. Klaus Rösch 1996 – 2010

Hans-Jürgen Drews 1988 – 1990
Martin Sprenger 2010 – 2014
Ab dem Jahre 2014 galt eine neue Satzung mit vier gleichberechtigten Vorstandsmitgliedern (siehe Kapitel "Die neue Führungsstruktur")
Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Vereins im Jahre 1996 wurde bei der Staatlichen Majolika in Karlsruhe 25 Jubiläumsteller in Auftrag gegeben:

Diesen recht großen Jubiläumsteller
erhielten Mitglieder, die sich in den 25
Jahren
der
Vereinsgeschichte ganz
besonders um den Verein verdient
gemacht hatten.
Außerdem bekamen ihn in den folgenden
Jahren auch einige weitere Mitglieder zu
besonderen Anlässen, z.B. bei runden
Geburtstagen.
Bei der Mitgliederversammlung im Jubiläumsjahr wurden auch die Gründungsmitglieder sowie die Mitglieder, die im Gründungsjahr eingetreten waren und insoweit dem Verein 25 Jahre lang die
Treue gehalten hatten, mit einem Präsent geehrt.

Von links nach rechts waren dies: Heinz Lünse, Kurt Denny, Friedrich Karcher, Hans Schiem, Wilfried Zimmermann,
Horst Luft, Werner Rothfuß (hinten), Norbert Schenkel (vorne), BennoHurrle, Elfriede Zürn und Karl-Friedrich Gaus.