Der Bau der Fischerhütte

Der Bau unserer Fischerhütte

In unserer Vereinschronik aus dem Jahre 2021 ist beschrieben, wann und wie unsere Fischerhütte entstanden ist und zwar wie folgt: „Eine Hütte am See zu errichten, vor allem zur Aufbewahrung der Gerätschaften, war schon immer ein großes Bestreben der Vereinsführung. In den Anfangsjahren wurden diesbezügliche Voranfragen an die Stadt als „wenig aussichtsreich“ beantwortet. Man musste sich daher mit einem ausrangierten älteren Bauwagen begnügen, der auf dem großen Platz oberhalb des Sees abgestellt wurde. Besonders sicher war der natürlich nicht, daher gehörten Einbrüche zu unserem Alltag. Wertvollere Geräte bzw. Objekte wie z.B. das Quadrom-Zelt, wurden daher bei den Mitgliedern (z.B. bei Otto Zürn), oder in von der Stadt zur Verfügung gestellten Lagern hinter der Stadthalle untergebracht. Erste bauliche Überlegungen in den 1980er Jahren liefen darauf hinaus, 2 „Grötz“-Garagen mit jeweils einer gegenüberliegenden offener Seitenfläche zusammen in der Nähe des Dammes aufzustellen. Dies deshalb, weil sie massiv waren und insoweit einen besonderen Schutz geboten hätten. Aber genau dies war der Grund dafür, dass eine Baugenehmigung „im Außenbereich“ hierfür nicht zu bekommen war. In verschiedenen Gesprächen in den späten 1980er Jahren mit dem Stadtbauamt wurde uns in Aussicht gestellt, dass wir eine Gerätehütte, etwa in den Ausmaßen und im Stil der im Murgtal bekannten und in die Landschaft passenden Tiroler Heuhütten, am See errichten könnten. Unser Mitglied und Architekt Kurt Denny wurde beauftragt, das Baugesuch für die eine Grundfläche von 6,5 x 4,5 m umfassende Hütte zu erstellen und bald nach der rel. rasch erhaltenen Baugenehmigung.“ Nun haben wir nach dem Tod unseres früheren Vorstandsmitglieds Benno Hurrle aus dessen Nachlass eine größere Anzahl von Fotografien bekommen, die den Bau der Hütte auch in Bildern dokumentieren: 

Der erste Spatenstich am 4.3.1989, ausgeführt von Benno Hurrle

Bei den Zuschauern handelt es sich (von links nach rechts) um:
Stefan Olwitz, Harald Rieber, Daniel Warth, Guido Schwan,
Stefan Eisenbarth und Felix Bender

Die Grassoden sind abgetragen …

… und der Boden nivelliert!

Jetzt ging es an das Betonieren der
stabilen Bodenplatte:

Links mit der Schaufel kann ich Vlado Marcotic erkennen und der, der im Beton steht und ihn abzieht,
das müsste Manfred Kugel sein.

Hier steht schon das Fachwerk und ganz links, auf dem Weg nach unten, lagern schon die Paletten mit den Dachziegeln.

Nun sind auch der Dachstuhl, unser heutiges Lager, fertig, die Dachlatten und auch die Verbretterung an den Dachüberständen sind angebracht. Fertig

Fertig eingedeckt sieht die Hütte schon ganz gut aus.

Jetzt sind auch die Dachkanäle angebracht und sogar ein kleiner Vorplatz ist schon angelegt
und ich denke – nach den erkennbaren Schildern – dass es bei diesem „Bau-Zwischenstand“ gerade die Zeit des Fischerfestes war. Und so

Und so sah sie fertig aus.

In der Zeit bis zum Fischerfest im darauffolgenden Jahr wurde der überdachte Vorplatz errichtet, damals noch mit durchsichtige Wellplatten als Dach. Auf der Seite zum Hang ist als Windschutz noch eine Plastikfolie angebracht. Am rechten Rand ist gerade noch der Hatz-Kühlwagen mit der Getränkeausgabe zu erkennen. Man beachte die Blümchen auf den Tischen.

Wiederum ein Jahr später ist auch die Seite zum Berg mit Acryl-Wellplatten abgeschlossen.

Vor den Acrylwellplatten ist die neue Theke zu sehen. Siegfried Dorsch und Manfred Kugel hatten einen alten Rheinkahn in der Mitte durchgesägt und zur Theke umgebaut

In den 2006er Jahren begann das Vordach undicht zu werden, außerdem hatte der Vorstand beschlossen, anstelle eines Fischerfeste, der Gernsbacher Bevölkerung ein Karfreitag-Fischessen anzubieten, was unerwartet sehr viel Zuspruch fand. Das hing vielleicht auch damit zusammen, dass der Verein, wegen zu hohem Aufwand und zu geringer Überschüsse, seine Backforellen nicht mehr am Altstadtfest anbot, die Gernsbacher aber nicht auf die Backforellen verzichten wollten. Um die notwendigen Mengen an Backforellen nebst dem übrigen Essenangebot zubereiten zu können, war allerdings der Innenraum der Fischerhütte nicht mehr ausreichend. Es wurde daher beschlossen, den Vorbau zu erneuern und gleichzeitig die Fischerhütte an einer Schmalseite zu erweitern und gleichzeitig auch den Vorplatz zu vergrößern.

Schon Ende Januar 2008 wurde begonnen, das Vordach zu erneuern, den Boden für den Anbau zu betonieren und den Vorplatz entsprechend anzupassen.

Die zwei „Haupt“-Handwerker, die die meiste Arbeit verrichteten. Nicht vergessen sein sollte auch der mithelfende Klaus Geist, der zwischendurch diese Bilder von der Hüttenerweiterung aufgenommen hat.

Stück für Stück wird das Fachwerk aufgebaut…

… und anschließend außen die Bretter angenagelt.

Hier kann man schon den Innenraum erkennen, in dem künftig die Backforellen vor- und zubereitet werden sollen.

Das Dach ist eingedeckt… … 

… und die Verbretterung fast abgeschlossen.

Zum Schluss wurde auch der Schutzanstrich angebracht…

… und damit ist auch Zeit, sich über das gelungene Werk zu freuen!

Dass es in der Tat ein sehr gelungenes Werk wurde, hat sich in den Folgejahren gezeigt. Die Hütte hat nicht nur den vielen Karfreitagfischessen und den im zweijahrigen Rhythmus stattfindenden Besuchen unserer Angelfreunde aus Baccarat einen passenden Rahmen ermöglicht. Auch jede Menge weiterer Feste und Veranstaltungen, wie zum Beispiel auch die Präsidiumssitzungen und die jährlichen Mitgliederversammlungen fanden nun hier statt.